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Das Allgäuer Jungvieh wird im Frühjahr auf die höheren Bergwiesen im Ostrachtal geschickt, und kommt im Herbst zurück ins Tal in ihre heimischen Ställe. Dieses wird in vielen Allgäuer Dörfern mit einem Fest begleitet, denn hier wird das Vieh „ausgeschieden“, welches bedeutet, die Tiere werden wieder ihren Besitzern zugeteilt. Die Alphirten kennen jedes Rind und jede Kuh genau und können diese jedem Bauern zuordnen. Im Allgäu werden die Almen „Alpen“ genannt, wobei zwischen Galt-Alpen und Senn-Alpen unterschieden wird. In den Galt-Alpen sommert nur Jungvieh, in den Sennalpen weiden Jungvieh und Milchkühe. Die Milch dieser Kühe wird während des Sommers direkt vor Ort zu Butter und Käse verarbeitet. Wenn während des Sommers auf der Alpe kein Vieh verunglückt, läuft am Viehscheid eine „Kranzkuh“ voraus. Der Kranz wird von den Älplern mit viel Liebe aus Zweigen, Blumen und Bändern geflochten. Meistens enthält er ein Kreuz, womit um den Schutz des Himmels gebeten wird und auch einen Spiegel zur Abwehr böser Geister. Alle Tiere tragen eine grosse Schelle. Durch Hinterstein zieht der grösste Teil der Alpen, das eigentliche Fest mit Krämermarkt, ist jedoch in Bad Hindelang auf dem „Scheidplatz“. Der Viehscheid findet jedes Jahr am 11. September statt, fällt dieser jedoch auf einen Sonntag, wird der Scheid auf den 10. September vorverlegt. |
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Die Alp-Hirten ziehen mit ihrem Vieh durch Hinterstein |
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Galt-Vieh mit Viehscheid-Schelle |
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Bittspruch auf einem Schellenriemen |